Miteinander Alt werden im Attergau

Informationen

Einleitung

Das vorliegende medizinische Konzept des Attergauer Seniorenheimes soll einerseits den Auflagen der „Oö. Alten- und Pflegeheimverordnung“ gerecht werden, andererseits soll sich darin der Stellenwert und vor allem die Vernetzung der medizinischen mit der pflegerischen und psychosozialen Betreuung erkennen lassen.

Grundsatz

Unsere MitarbeiterInnen arbeiten nach dem Modell der fördernden Prozesspflege oder auch dem System der fördernden Prozesspflege. Dies ist ein, von der deutschen Pflegewissenschaftlerin Monika Krohwinkel entwickeltes, konzeptionelles Pflegemodell. Das Modell orientierte sich zunächst an den Aktivitäten und existenzielle Erfahrungen des Lebens (AEDL) und wurde von Krohwinkel um die Beziehungsebene ergänzt (ABEDL).

Seit der Umstellung auf eine elektronische Pflegedokumentation werden Pflegeplanungen im Detail nach der - für österreichische Verhältnisse angepassten - Ausbildungsgrundlage von Marlies Ehmann / Ingrid Völkel „Pflegediagnosen in der Altenpflege“ formuliert.

Die wesentlichen Bestandteile dieses Modells stellen eine modifizierte ABEDL (Aktivitäten, Beziehungen und existenzielle Erfahrungen des Lebens) zur Strukturierung der Pflegediagnosen in der Altenpflege dar.

Das Pflegemodell unterstützt die MitarbeiterInnen in der individuellen ganzheitlichen Pflege und ist die Grundlage der Pflegeprozessplanung. Es beschreibt eine verabredete, nachvollziehbare Vorgehensweise, um pflegerische Situationen zu beobachten, Fähigkeiten, Bedürfnisse und Probleme zu erkennen und die angemessenen Konsequenzen zu ziehen.

 

Betreuungsziel

Das Ziel jeglicher betreuender, pflegerischer und medizinischer Maßnahmen ist auf das Wohlbefinden der BewohnerInnen des Attergauer Seniorenheimes ausgerichtet. Damit dieses Betreuungsziel erreicht wird, bedarf es verschiedener Berufsgruppen, die entsprechend ihren Kompetenzen handeln, um so auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der BewohnerInnen bestmöglich eingehen zu können.

Viele BewohnerInnen des Alten– und Pflegeheimes weisen eine Multimorbidität auf, die ein gut vernetztes und interdisziplinär wirkendes Team erfordert.

Die medizinische Versorgung der BewohnerInnen soll dabei ständig gewährleistet

sein, allerdings nicht wie im Akutkrankenhaus im Vordergrund stehen. Es steht stets die pflegerische und psychosoziale Betreuung der BewohnerInnen im Zentrum unseres Handelns.

Trotzdem soll die medizinische Versorgung - den individuellen Bedürfnissen der BewohnerInnen entsprechend - ständig präsent und einsatzbereit sein, um auf Veränderungen des Gesundheitszustandes der BewohnerInnen sofort reagieren zu können bzw die bei chronischen Erkrankungen erforderlichen Verlaufsbeobachtungen, Diagnostik und Therapie leisten zu können.

 

Grundlagen zur Pflegeplanung im Attergauer Seniorenheim

Wir verwenden zur Pflegediagnose und Formulierung der Pflegeplanung in der hier dargelegten Ausprägung folgende Grundlagen:

· die EDV Vorlage der Fa. Gibodat

· das Buch „Pflegediagnosen in der Altenpflege“ – ISBN 978-3-437-28460-1 – Auflage 3 - sowie diverse Arbeitshilfen zu dem Konzept von Ehmann/Völkel.

Unschwer zu erkennen ist, dass sich die beiden Pflegekonzepte sehr ähnlich sind und daher weitestgehend austauschbar sind. Aufgrund der häufigeren Verwendung und der spezifischer auf die österreichischen Bedürfnisse zugeschnittenen Hilfsmittel und Textbausteine wurde auf dieses System umgestellt.

 

Pflegemodell